Freesenkatten e.V.

Zucht- & Haltungsrichtlinien

Zucht- und Haltungsrichtlinien Freesenkatten e.V. (kurz FK e.V.)Stand 08.2008

Die Zucht- und Haltungsrichtlinien des FK e.V. sind für jedes Mitglied bindend.

1. Haltungsrichtlinien
Das jeweils gültige Tierschutzgesetz mit seinen Ausführungsbestimmungen ist im Sinne einer Min- destanforderung für alle Mitglieder bindend.

1.2 Lebensraum
Die Mitglieder sind verpflichtet, grundsätzlich in Wohngemeinschaft mit ihren Katzen zu leben. Für jedes, ab dem 10.Lebensmonat gehaltene Tier, ist ein Lebensraumminimum von 5qm als Richtmaß einzuhalten. Käfighaltung in jeder Form und ausschließliche Zwingerhaltung sind verboten. Im Zu- widerhandlungsfalle hat der Ausschluß aus dem FK e.V. zu erfolgen. Auch Deckkater dürfen nicht völlig isoliert gehalten werden. Ihnen ist Menschenkontakt zu ermöglichen und gegebenenfalls ein kastriertes Tier zur Gesellschaft beizugeben u/o Sichtkontakt zu anderen Katzen zu ermöglichen. Bei vorübergehend notwendiger Deckkater-Separierung oder medizinisch erforderlicher Isolierung ein- zelner Tiere ist darauf zu achten, daß jedem Tier ein Lebensraum von 5 qm bei mindestens 2m Höhe zur Verfügung steht. Der Raum muß sauber, gut heizbar, zugfrei und mit Tageslicht und Frischluftzufuhr versehen sein. Es müssen ausreichend Toiletten sowie Liege- und Kratzmöglichkei- ten zur Verfügung stehen. Auf tierärztliche Anordnung (Attest) ist eine vorübergehende Unterbrin- gung in einem Quarantänekäfig möglich.

1.3 Pflege und Ernährung
Die Tiere sind artgemäß und abwechslungsreich zu ernähren. Die Futtermenge richtet sich nach der Körperkonstitution. Unterernährung und Übergewicht sind zu vermeiden. Den besonderen Ernäh- rungsbedürfnissen von tragenden und säugenden Katzen sowie von Jungtieren ist Rechnung zu tra- gen.

1.4 Körperliche Eingriffe
Katzen beiderlei Geschlechtes, mit denen nicht gezüchtet wird, sollten im entsprechenden Alter ste- rilisiert oder kastriert werden. Künstliche Veränderungen kosmetischer Art und die Amputation der Krallen sowie sonstige Eingriffe sind verboten. Im Zuwiderhandlungsfalle hat der Ausschluß aus dem FK e.V. zu erfolgen.

1.5 Krankheiten
Im Falle auftretender Krankheiten sind die Mitglieder verpflichtet, einen Tierarzt zu konsultieren. In- fektiöse Krankheiten, wie Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, Hautpilzerkrankungen, sind dem Zuchtamt des FK e.V. umgehend anzuzeigen. Auf Antrag des Zuchtamtes kann der erste Vor- sitzende des FK e.V. eine sofortige Zwingersperre verfügen. Diese gilt solange, bis durch ein tierärzt- liches Attest nachgewiesen wird, daß der gesamte Tierbestand frei ist von jeder übertragbaren Krankheit. Während der Dauer der Zwingersperre darf der Tierhalter keine Ausstellungen oder Info- Shows besuchen,keine Katzen zum Decken annehmen oder weggeben und keine Tiere abgeben oder verkaufen. Die zuständigen Verbandsorgane sind verpflichtet, alle Angaben streng vertraulich zu behandeln.

1.6 Impfungen
Jedes Tier ist regelmäßig gegen Katzenseuche zu impfen. Weitere Schutzimpfungen gegen Katzen- schnupfen und Tollwut werden empfohlen. Die Tollwut- und Katzenseuche- Impfung ist Pflicht für alle Ausstellungstiere. Alle Schutzimpfungen müssen von einem Tierarzt vorgenommen werden.

1.7 Haltungskontrolle
Das Zuchtamt des FK e.V. ist berechtigt, sich persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Perso- nen von der artgemäßen Haltung der Tiere zu überzeugen. Bei einer von der Mehrheit des Zucht- amtes beanstandeten Katzenhaltung wird gemäß 1.9 verfahren

1.8 Haltungsstatistik
Jedes Mitglied ist verpflichtet, jede im Haus lebende Zuchtkatze bzw. -kater dem FK e.V. zu melden.

1.9 Zuwiderhandlung
Bei Bekanntwerden eines Verstoßes gegen die bestehenden Haltungsrichtlinien in einem oder meh- reren Fällen wird, sofern in den Haltungsrichtlinien nichts anderes gesagt, wie folgt verfahren: An das betreffende Mitglied ergeht seitens des Zuchtamtes des FK e.V. die Aufforderung zu schriftlicher Stellungnahme binnen einer Frist von 14 Tagen. Läßt das Mitglied die gesetzte Frist schuldhaft ver- streichen oder liefert es keine ausreichende Begründung für sein Verhalten, spricht das Zuchtamt einen Verweis aus Im Rahmen dieses Verweises ergeht an das Mitglied schriftlich die Aufforderung zur Abänderung des Mißstandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Beweispflicht liegt beim Mitglied. Ungeachtet dessen behält sich das Zuchtamt das Recht vor, sich vor Ort persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Personen vom Befolgen seiner Anweisungen zu überzeugen. Bei Nichtbeachtung der Weisungen des Zuchtamtes oder nochmaligem Verstoß gegen die Hal- tungsrichtlinien hat der Ausschluß aus dem Verband zu erfolgen. Dem Leiter des Zuchtamtes ist das Recht auf Stellung einer Strafanzeige vorbehalten.

2.0 Zuchtrichtlinien
Züchter ist, wer eine in seinem Besitz befindliche Katze decken läßt bzw. die Mutterkatze eines Wurfes am Tage der Geburt der Jungtiere besitzt. Die Züchter dürfen die Zucht nur als Hobby und nicht zum Gelderwerb betreiben.

2.1 Zwingername
Jeder Züchter des FK e.V. ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu beantragen. Bei der Beantragung sind mehrere Namen zur Auswahl anzugeben. Der Antrag ist beim Zuchtamt des FK e.V. zu stel- len.Die Eintragung des Zwingernamens erfolgt nach Überprüfung. Der dann zu führende Zwinger- name wird dem Mitglied vom Verband in der Mitgliedsausweiskarte bestätigt.
Alle im Zwinger eines Züchters geborenen Jungtiere erhalten zum Vornamen diesen Zwingernamen. Dieser kann dem Vornamen voran- oder nachgestellt werden. Eine einmal gewählte Regelung muß beibehalten werden. Vorname und Zwingername samt allen Satzzeichen und Leerstellen dürfen aus computertechnischen Gründen 25 Stellen nicht überschreiten. Eingetragene Zwingernamen sind nicht als Vornamen zulässig.
Jeder Züchter hat nur Anspruch auf einen einzigen Zwingernamen. Bei der Beantragung des Zwin- gernamens ist eine Hauptadresse anzugeben, die zugleich als Züchteradresse fungiert. Bei Trennung der Lebenspartner ist dem Zuchtamt unverzüglich mitzuteilen, wer den Zwingernamen übernimmt. Die Bildung von Zuchtgemeinschaften kann beantragt werden. Bei der Beantragung des Zwingerna- mens ist eine Hauptadresse anzugeben, die zugleich als Züchteradresse fungiert.
Zwingernamen anderer Vereine/Verbände können bei Eintritt in den FK e.V. übernommen werden, sofern derselbe Name noch nicht für ein anderes Mitglied registriert wurde und nicht andere Gründe dagegen sprechen. Hierüber entscheidet das Zuchtamt. Die Beantragung eines zusätzlichen Zwingernamens in einem anderen Verein/Verband ist nicht erlaubt.

2.2 Zulassung zur Zucht
Zuchttiere beiderlei Geschlechts müssen vor der ersten Verpaarung zuchttauglich geschrieben sein. Von Katern, die vor Vollendung des 10. Lebensmonates die Geschlechtsreife erlangen, muß der Vor- züglich-Nachweis innerhalb des folgenden halben Jahres nachgereicht werden. Bei Tieren ohne Titel gilt folgende Regelung: Das betreffende Tier erreicht die „vorzüglich“ Formnote während einer Ausstellung oder ein „zuchttauglich“ durch eine anderweitige Richterbewertung. Es kann aber auch eine Bescheinigung vom Tierarzt vorgelegt werden, in dem dieser bescheinigt, daß die Katze/Kater frei von Krankheiten und genetischen Fehlern ist.

2.3. Verpaarungsbestimmungen
Mit Annahmen zur Deckung erklären Kater- und Katzenhalter, daß alle ihre Tiere frei sind von an- steckenden Krankheiten u/o Parasiten.
Beide Tiere haben eine gültige Impfung gegen Katzenseuche, die unter Vorlage des Impfpasses nachzuweisen ist. Weitere Impfungen gegen Katzenschnupfen und Tollwut werden von Vereinsseite angeraten und können von jedem Kater- und Katzenhalter ebenso verlangt werden.
Es ist Deckkaterhaltern untersagt, Katzen zur Deckung anzunehmen, deren Besitzer in keinerlei Zuchtverband/-Verein Mitglied ist, um die ungezielte Vermehrung der Katzen zu vermeiden.
Die Deckgebühr ist fällig bei Abholung der Katze. Der Besitzer der Katze erhält die Deckbescheini- gung und Kopien des Katerstammbaumes. In anderen Vereinen/Verbänden registrierte Deckkater sind zugelassen. Es ist nicht zulässig, Jungtiere als Deckentschädigung zu versprechen oder sich ver- sprechen zu lassen. Eine Vereinbarung über ein Vorkaufsrecht für ein Jungtier ist erlaubt. Sollte sich innerhalb von 7 Wochen nach erfolgter Erstdeckung herausstellen, daß die Katze nicht aufgenom- men hat, ist der Katerhalter davon schriftlich in Kenntnis zu setzen. Die Katze wird dann innerhalb eines Jahres nach Erstdeckung für eine weitere Verpaarung mit demselben Kater zugelassen. Ist die Annahme der Katze in diesem Zeitraum seitens des Katerhalters nicht möglich, wird die Hälfte der Deckgebühr erstattet.
Bleibt auch die zweite Deckung innerhalb der Jahresfrist erfolglos, verfällt die Deckgebühr zu 2/3, 1/3 wird dem Besitzer der Katze erstattet. Nimmt der Besitzer der Katze die zweite, kostenlose Dek- kung für sein Tier nicht in Anspruch, verfällt die Deckgebühr in voller Höhe.
Jeder Kater darf immer nur mit einer Katze verpaart werden, sobald es sich um zwingerfremde Kat- zen handelt. Nach beendeter Deckung darf ihm erst nach einer Pause von mind. 14 Tagen wieder eine zwingerfremde Katze zugeführt werden, damit der Kater eine eventuelle Infektion nicht weiter- geben kann. Der Katerhalter hat zu gewährleisten, daß jede zur Deckung vorgesehene Katze aus dem eigenen oder einem fremden Zwinger ausschließlich von einem einzigen Kater gedeckt wird. Jungtiere aus versehentlichen Doppeldeckungen erhalten keine Stammbäume. Eine gedeckte Katze darf frühestens 4 Wochen nach Deckung mit einem anderen Kater zusammenkommen. Dies gilt auch, wenn eine Zuchtkatze entlaufen war.
Weibliche Tiere dürfen erst mit vollendetem 12. Lebensmonat zum ersten Mal gedeckt werden. In Ausnahmefällen (z.B. Dauerrolligkeit) kann das Zuchtamt bei Einreichen eines tierärztlichen Gesund- heitsattestes die Deckung gestatten.
Jede Katze darf innerhalb von 24 Monaten höchstens 3 Würfe zur Welt bringen. Zwischen zwei Wurfterminen sollten wenigstens sechs Monate liegen, um zu gewährleisten, daß ein Muttertier nicht gleichzeitig einen Wurf säugt und einen zweiten trägt. Ist ein ganzer Wurf tot geboren oder sterben alle Jungtiere innerhalb einer Woche nach der Geburt, so wird dieser Wurf auf die oben ge- nannten drei Würfe innerhalb 24 Monaten nicht angerechnet. Die Mutterkatze sollte jedoch in der Regel frühestens bei der zweiten Rolligkeit erneut gedeckt werden, um eine ausreichende Erho- lungsphase und die notwendige hormonelle Umstellung zu sichern.

2.4 Deckmeldung
Jeder Katzenhalter ist verpflichtet, nach erfolgter Deckung den Vordruck „FK e.V. – Deckmeldung“ dem Zuchtamt spätestens mit der Wurfmeldung zuzuleiten.

2.5 Stammbäume
Nur Mitglieder des FK e.V. können Stammbäume beantragen. Es müssen alle in einem Wurf gebore- nen Jungtiere registriert werden. Für jedes wird ein über 4 Ahnengenerationen reichender Stamm- baum und ein Besitztransfer erstellt.
Stammbäume sind bis spätestens 12 Wochen nach Geburt beim Zuchtamt zu beantragen.
Bei der Beantragung sind einzureichen:
1. Deckbescheinigung – / Wurfmeldeformular mit Angabe der vollständigen Wurfgröße.
2. Fotokopien der Elternstammbäume, soweit diese im Zuchtamt noch nicht registriert sind.
3. Nachweise der „vorzüglich“ Bewertungen, sofern es sich um einen erstmaligen Wurf / eine erst- malige Deckung handelt und dieser Nachweis noch nicht registriert wurde.
4. Stammbäume der Elterntiere werden so übernommen, wie sie dem Zuchtamt vorliegen. Es be- steht jedoch die Möglichkeit, Titel der Eltern und anderer Ahnen zu ändern, sofern diese auf den mitzuschickenden Fotokopien der Elternstammbaumkopien ausdrücklich vermerkt und nachgewie- sen werden. Das Zuchtamt wird diese Titel nicht automatisch übernehmen. Wünscht ein Züchter nach Erhalt der Ahnentafel nachträglich eine Titeländerung, so gilt diese Änderung als eine Stamm- baum-Neu-Erstellung.

2.6 Wurfabnahme
Die Abnahme der Würfe erfolgt durch einem Tierarzt. Für jeden abgenommenen Wurf soll die Wurfgröße und der Gesundheitszustand des Wurfes bescheinigt werden. Auf Wunsch kann eine Wurfabnahme durch das Zuchtamt gegen Berechnung (zZt. 0,30 pro km) erfolgen

2.7 Umschreibungen und sonstige Registrierungen
Jeder Züchter ist verpflichtet, die Stammbäume von/aus anderen Vereinen erworbenen Katzen regi- strieren zu lassen, spätestens dann, wenn diese zur Zucht eingesetzt werden sollen. Hält die Regi- strierung einer genetischen Überprüfung nicht stand, darf das Tier nur mit Zustimmung des Zuchtamtes zur Zucht verwendet werden. Registrierte Zuchttiere, die aus der Zucht ausscheiden, sind zwecks Streichung in der Katzendatei des FK e.V. dem Zuchtamt zu melden. Eigenmächtige Änderungen in Stammbäumen sind unzulässig und machen den Stammbaum als Dokument wert- los. Von dieser Regel ausgenommen sind auf Ausstellungen erworbene Zertifikate, die am Fuß des Stammbaumes eingetragen werden können. Bewertungen für den Erhalt eines Titels sind unter Ein- sendung der fotokopierten Urkunde und des dazugehörigen Richterberichtes dem Zuchtamt zu melden. Für erworbene Titel können Urkunden beantragt werden. Farbänderungen in bereits aus- gestellten Stammbäumen können nach einer Richterbewertung auf einer Ausstellung mit Gegen- zeichnung eines zweiten Richters oder außerhalb von Ausstellungen durch einen vom Zuchtamt benannten Richter erfolgen. Eine Umschreibung der Farbe kann nur einmalig erfolgen in einem neuen, umgeschriebenen Stammbaum.
Bei Namens u/o Geschlechtsänderungen wird auf Antrag ein neuer Stammbaum erstellt. Fehlerhafte Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit auf Antrag geändert werden, wobei der Originalstammbaum dem Zuchtamt vorliegen muß.

2.8 Abgabe von Tieren
Jedes abzugebende Tier muß gesund und parasitenfrei sein. Beim Verkauf oder der Abgabe eines Tieres sind dem neuen Besitzer der Stammbaum und der Impfpass auszuhändigen, sobald der volle Kaufpreis bezahlt wurde. Das Besitztransfer ist dem Zuchtamt mit der Anschrift des neuen Besitzers zuzuschicken. Das Zuchtamt registriert den Besitzerwechsel und schickt das Transfer dem neuen Be- sitzer zu. Es wird angeraten, Tiere nur mit Verkaufs-/Übergabevertrag abzugeben. Darüberhinaus ist der Züchter / Vorbesitzer verpflichtet, für jedes von ihm abgegebene Tier folgende Angaben zu regi- strieren: Name, Geburtsdatum, Rasse des Tieres, Name und Anschrift des neuen Besitzers. Es ist ver- boten, Tiere an Zoohandlungen, Warenhäuser, Tierhändler, Pelztierfarmen und Versuchstier- anstalten abzugeben, Zuwiderhandlung zieht den sofortigen Ausschluß aus dem Verband nach sich. Die Vermittlung über eine Zoohandlung, wobei das betreffende Tier bis zur Abgabe beim Züchter bleibt, ist gestattet. Jungtiere dürfen frühestens nach Vollendung der 12. Lebenswoche abgegeben werden.Sie müssen zum Zeitpunkt der Abgabe eine vollständige Impfung gegen Katzenseuche haben. Weitere Impfungen gegen Katzenschnupfen und Tollwut werden angeraten. Bei der Abgabe eines Tieres ist der neue Besitzer genauestens über die Ernährungsgewohnheiten des betreffenden Tieres zu informieren.

2.9 Zuchtbeschränkungen
Die Zucht mit weißen Katzen ist nur mit audiometrischem Test möglich. Weisse Katzen dürfen nicht mit weissen Tieren verpaart werden.
Von der Zucht ausgeschlossen sind Katzen mit Wesensmängeln, Spaltnasen, Rachen- und Gaumen- spalten, Taubheit, Blindheit, Schielen, Kryptorchismus (Unfähigkeit der Hoden durch den Leistenka- nal in den Hodensack zu gelangen), Monorchismus (Einhodigkeit) Polydactylie (Vielzehigkeit), Fehlern an der Schwanzwirbelsäule (Knick, Knoten u.ä.) Schiefstellung der Kiefer und anderen ge- netischen Fehlern. Bei wissentlicher Verpaarung von Tieren mit o.g. Fehlern, erfolgt der Ausschluß aus dem Verband. Das Zuchtamt rät allen Züchtern, bei Katzenrassen, die von vornherein aus gene- tischen Anomalien herausgezüchtet worden sind, (z.B.der tödliche Lethalfaktor bei der Manx) und Linien, in denen vermehrt Unregelmäßigkeiten auftreten, wie z.B. Totgeburten, Kaiserschnitte, of- fene Bäuche u.s.w., auf eine Weiterzucht zu verzichten.

2.10 Verwandtenverpaarungen
Die Paarung zwischen Vollgeschwistern ist vor der Deckung beim Zuchtamt zu beantragen unter Beifügung der fotokopierten Stammbäume der Paarungspartner und Angabe des jeweiligen Zucht- zieles. Für Jungtiere aus einer solchen Verpaarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht wer- den. Diese Regelung gilt auch bei einer Paarung von Partnern, in deren Vorfahrenreihe nur 9 oder weniger verschiedene Ahnen in drei aufeinanderfolgenden Generationen vorhanden sind. Zu zählen sind hier die Paarungspartner selbst,deren Eltern und Großeltern.

2.11 Rassekreuzungen
Rassekreuzungen sind verboten. Sie werden nur dann vom Zuchtamt genehmigt, wenn sie einem gut durchdachten und geplanten Zuchtziel dienen. Ein Antrag hierfür ist unter Darlegung des Zuchtzieles in doppelter Ausfertigung an das Zuchtamt zu stellen. Die Zuordnung aus einer genehmigten Rasse- kreuzung gefallenen Jungtiere kann auf jeder Ausstellung erfolgen. Voraussetzung hierfür ist die Bewertung der Katze mit „vorzüglich“. Sie bekommt einen Experimental-Stammbaum.

2.13 Zucht neuer Rassen
Die Zucht neuer Rassen und Farben ist unter genauer Darlegung des Zuchtzieles und des geplanten Zuchtweges schriftlich beim Zuchtamt des FK e.V. zu beantragen. Die Anerkennung neuer Rassen und Farben richtet sich nach den gültigen internationalen Regeln.

Die vorliegenden Zucht- und Haltungsrichtlinien sind ab 28. August 2008 in Kraft.