DBE-Dominant Blue Eyes
DBE - Dominant Blue Eyes
Ein Hype der tödlich sein kann! Also, Augen auf beim Katzenkauf!
Wer hat es nicht in der letzten Zeit schon mal auf irgendwo auf Socialmedia gesehen. Immer wieder werden Katzen mit blauen Augen gezeigt, doch wo kommen die blauen Augen eigentlich her? Wir möchten euch mit diesem Artikel einmal aufklären, was hinter den blauen Augen bei Katzen steckt und welche gesundheitlichen Probleme hierdurch bei gewissen genetischen Voraussetzungen entstehen können, denn:
Blaue Augen sind nicht gleich blaue Augen!
Point
Fangen wir mal mit den sogenannten Point-Tieren an. Hierzu zählen unter anderem die Heilige Birma, die Ragdoll, die Thai, die Siam, die Colourpoint (Point Variante der Perser), die Neva Masquerade (Point Variante bei den Sibirern). Es gibt noch mehr Rassen, wo die sogenannten Point-Varianten anerkannt sind, das kann man in den jeweiligen Standards der Dachverbände nachlesen.
Die Point Variante ist die unbedenklichste Variante von Katzen mit blauen Augen, aber auch hier können Erkrankungen vorhanden sein. Pointkatzen sind Tiere mit Albinismus. Da die Farbproduktion allerdings nicht ganz
abgeschaltet ist (Melaninproduktion ), sprechen wir von einem Teilalbinismus. Umgangssprachlich sagen wir Colouration- oder Point-Gen. Von der mangelhaften Pigmentproduktion ist nicht nur die Fellfarbe sondern auch die Pigmente in der Iris und andere Strukturen des Auges betroffen. Folge daraus sind die blauen Augen. Wie bei anderen Albinismus Formen können auch hier in Folge des Melaninmangels gelegentlich Augenzittern (Nystagmus), Schielen (Strabismus) und auch Beeinträchtigungen der Sehschärfe auftreten.
Was passiert genetisch hier?
Diese genetische Point Variante (es gibt noch 2 weitere, allerdings ohne blaue
Augen) resultiert aus einem Defekt des primären Enzyms Tyrosinase. Dieses Enzym wird an einem bestimmten Genort, dem sogenannten C-Locus, erstellt und wird benötigt um alle Arten von Pigmenten aus der Aminosäure Tyrosin zu erstellen. Dieses Enzym ist wärmeabhängig und so bekommt man Katzen, die nur in kühleren Bereichen der Haut Pigmentierung zeigen (Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz).
Die in der Gebärmutter herrschende Körpertemperatur der Katze von ca. 38,5 Grad ist für die Pigmentbildung zu hoch, daher kommen die Kitten vollständig weiß zur Welt. Nach der Geburt ist das Kitten den kühleren Umgebungstemperaturen von etwa 20 Grad ausgesetzt und diese Temperatur ist kühl genug, damit die Pigment bildung an den kalten Körperregionen des Kittens beginnen kann. Dies ist im Umkehrschluss auch der Grund, warum der Körper der Point-Katzen weiß bleibt, da diese Region immer Körpertemperatur hat. Auch ist dies der Grund, warum die Points von älteren Point-Katzen im Alter dunkler werden, da bei älteren Katzen die Körpertemperatur sinkt. Auch ist dies der Grund dafür, dass die Points von Point Katzen bei Fieber oft heller werden, da die Körpertemperatur steigt.

So sollte die Farbverteilung bei einer Katze in Colourpoint aussehen.
Weiße Tiere
Weiße Tiere können blaue Augen, Odd-Eyes (ein blaues und ein „normal“ pigmentiertes Auge), oder 2 „normal“ pigmentierte Augen haben. Alle Tiere
können von Taubheit und Sehstörungen betroffen sein.
Weiße Katzen entstehen durch das sogenannte W-Gen und weiße Kitten können nur entstehen , wenn ein Elternteil weiß ist. Das bedeutet, die Katze ist vollständig Weiß, hat aber unter dem „weißen Mantel“ eine Farbe und auch eine Zeichnung. Bei der Geburt und in den ersten Wochen kommt es oft vor, dass reinweiße Tiere einen farbigen Fleck, den sogenannten Genfleck am Körper haben, dieser verschwindet jedoch in der Regel bis zur Geschlechtsreife. Anhand des „Genflecks“ kann man die genetische Farbe erkennen. Weiß mit Weiß zu verpaaren ist in den meisten Vereinen und Kommunen durch das Vet-Amt verboten.
Aber was passiert da eigentlich? Warum sind einige reinweiße Tiere vollständig oder teilweise taub? Bei der Befruchtung sind alle Zellen gleich. Jede Zelle hat allerdings ihre Aufgabe und mit der sogenannten Differenzierung beginnen die Zellen ihre Aufgaben im kompletten Tier zu übernehmen. Während der Differenzierung beginnen die Zellen ausgehend von der Neuralleiste, sich an den Seiten des Embryos entlang nach unten zu bewegen. Alle Zellen werden differenziert und haben später spezielle Funktionen, so wie die Melanozyten, welche für die Farbe auf Haut und Fell verantwortlich sind.
Wenn diese Zellen nun Kopien des W-Gens haben, wird ihre Reise bereits kurz nach dem Start gestoppt. Welche Auswirkungen hat dieses Stoppen? Durch das Stoppen der Differenzierung kann die Neuralleiste, welche für das Hören zuständig ist nicht gebildet werden, das Gleiche gilt für die Sehkraft. Wenn die Pigmentzellen, welche für die Farbgebung in Augen, Haut und Fell zuständig sind zu früh ihre Reise beenden, haben die Katzen blaue Augen, weiße Haut und weißes Fell.
Schaffen sie es allerdings sich weit genug von der Neuralleiste zu entfernen um den Augen Farbe zu geben stehen die Chancen gut, dass die Katze hören kann. Es gibt also kein sogenanntes Taubheits-Gen und Blue-Eyed-Gen, die blauen Augen kommen immer im Zusammenhang mit Weiß (Ausnahmen: Ojos Azules, Topaz/Altai, Celeste und die bereits o.g. Points).
Aber nicht nur Taubheit ist hier ein Problem. Weiße Tiere können auch eine
Beinträchtigung der Sehkraft haben (fehlendes Tapetum lucidum). Eine interessante Seite bzgl. der Taubheit bei weißen Katzen und deren evtl. Beeinträchtigungen der Sehkraft (fehlendes Tapetum lucidum) gibt es hier:
Studien
1971 – Bergsma und Brown/von 185 weißen Katzen waren 43 % taub.
1973 – Mair/von 110 weiße Katzen waren 47 % der Tiere taub.
Bei den von Bergsma und Brown untersuchten Tieren waren von den blauäugigen weißen Katzen 65 % ein- oder beidseitig taub; von den odd-eyed weißen Katzen waren 39 % taub und von den weißen Katzen mit pigmentierten Augen waren 22 % taub.
Katzen, 40 % der odd-eyed weißen Katzen und 16,7 % der Katzen mit pigmentierten Augen an Taubheit litten.
Mittlerweile belegen Studien, dass auch eine Verpaarung von rein weißen Tieren mit die Tieren, die nur einen bestimmten Weißanteil haben, wesentlich öfter von den Defekten betroffen sind, als andere Verpaarungen. Dazu kommt noch, dass auch weiß Katzen unter ihrem Mantel zusätzlich eine Weißscheckung haben können, was man aber nicht sehen kann. Diese Tiere sind doppelt so oft von Schwerhörigkeit bis Taubheit betroffen, wie weiße Katzen ohne Weißscheckungsgen, DW/w.
Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere vor Zuchteinsatz einem Hörtest, dem sogenannten Bear-Test, unterziehen. Das Gleiche gilt für alle weißen Kitten. Diese Untersuchung muss in Narkose durchgeführt. Alle anderen Tests geben keine genaue Aussage bzgl. der Taubheit oder Schwerhörigkeit der Tiere.
Nun kommen wir zu dem sogenannten Dominant Blue Eyes Gen
Wie schon erwähnt, tauchten vor einiger Zeit Katzen mit blauen Augen auf, die nicht Point oder Weiß waren. Die Züchter dieser Tiere sprachen von einer sogenannten „Spontanmutation“. Wie immer, wenn man etwas Neues „auf den Markt“ bringt und sich über die gesundheitlichen Risiken keine Gedanken machen möchte.
In der Regel kommen solche „Mutationen“ durch die Einkreuzung anderer Rassen zustande. Für die Einkreuzungen des DBE-Gens wurden die Rassen Topaz/Altai, Ojos Azules oder die Celeste verwendet. Das sind Rassen mit dominant blauen Augen. Die Zucht dieser Rassen wurde mittlerweile teilweise verboten.
Bilder in den öffentlichen Netzwerken zeigen teilweise wirklich entstellte Katzen, aber keiner will das sehen und die Katzen werden gehypt. Und was soll man sagen…. Jeden Tag steht einer auf, der sich diese kranken Tiere kauft, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was hier genetisch überhaupt vorliegt. Wie immer muss man auch hier sagen, dass nicht alle Tiere betroffen sind, aber trotzdem sollte die Zucht mit diesen Tieren verboten werden. Erste Einschätzungen dazu wurden in einer Studie bereits veröffentlicht (hierzu später mehr).
An den unten aufgeführten Gegenüberstellungen kann man wunderbar erkennen, welche Veränderungen dieses Gen mit sich bringen kann. Die Augen sind viel zu weit auseinander gesetzt, der Nasenrücken ist dementsprechend zu breit und auch die Augenform stimmt nicht mehr.
Dazu kommt das sogenannte Waardenburgsyndrom. Das Waardenburg-Syndrom ist ein Fehlbildungssyndrom, das genetisch und klinisch heterogen ist. Typische Anzeichen sind kongenitale Innenohrtaubheit oder hochgradige
Innenohrschwerhörigkeit, Fehlbildungen (v.a. faziale Charakteristika) und Pigmentstörungen der Augen, der Haut und des Fells (Leuzismus).
Das DBE-Gen betrifft Tiere ohne und mit Weißscheckung.
(Quelle Facebook)
Wenn man sich ein Tier mit blauen Augen kauft, welches über das DBE-Gen gezogen wurde, muss man sich im Klaren sein, was man hierbei unterstützt. Mittlerweile ist das DBE-Gen testbar.
Wir möchten Sie hier nicht mit der ganzen Studie konfrontieren, sondern haben das Wichtigste „rausgezogen“.
PAX3-Haploinsuffizienz bei Maine Coon-Katzen mit dominanten blauen Augen und Hörverlust, der dem menschlichen Waardenburg-Syndrom ähnelt.
In dieser Studie wurde das Merkmal der dominanten blauen Augen (DBE) untersucht, das mit Hörschäden und variabler weißer Fleckenbildung bei Maine Coon-Katzen zusammenhängt. Achtundfünfzig Tiere, die von 2 verschiedenen DBE-Linien, der niederländischen und der Topas-Linie, abstammen, wurden beprobt. Sie umfassten 48 Katzen aus der niederländischen Blutlinie, darunter 9 grünäugige und 31 blauäugige Katzen, wobei einige Individuen Anzeichen von Taubheit zeigten, und 8 totgeborene Kätzchen. Proben aus der Topas-Linie umfassten 10 blauäugige Tiere. Ein Test der auditiv evozierten Reaktion des Hirnstamms ergab bei allen 8 untersuchten DBE-Tieren eine reduzierte bis fehlende Reaktion auf auditive Reize und fehlende physiologische Wellenformen. Wir sequenzierten das Genom von 2 betroffenen Katzen aus der holländischen Linie und suchten nach Varianten in 19 Kandidatengenen für das humane Waardenburg- Syndrom und Pigmentstörungen. Diese Suche ergab 9 private proteinverändernde Kandidatenvarianten in den Genen…….
Einleitung
Waardenburg-Syndrom (WS; Waardenburg 1951) ist eine genetische Hör-Pigmentstörung beim Menschen, die durch Anomalien der Haar-, Augen- und Hautpigmentierung sowie eine sensorineurale Beeinträchtigung des Gehörs gekennzeichnet ist. Zu den pigmentären Anomalien des Haares gehören eine weiße Stirnlocke und vorzeitiges Ergrauen, während sich Irisveränderungen als Heterochromia Iridis und/oder auffällige blaue Augen manifestieren. Das Zusammenspiel von Hörverlust und Pigmentanomalien der WS resultiert aus einer abnormalen Proliferation, Überleben, Migration oder Differenzierung von Melanoblasten und/oder Melanozyten, die während der Embryonalentwicklung aus der Neuralleiste stammen. Zusätzliche klinische Merkmale können Skelettdeformitäten der oberen Gliedmaßen sein; neurologische Anomalien wie geistige Beeinträchtigungen, Myelinisierungsstörungen und Ataxie; und Morbus Hirschsprung. Seit Mitte der 1990er Jahre hat die selektive Zucht auf blaue Augen und minimale weiße Flecken zur Entwicklung der Katzenrassen Altai, Topas und Celestial in Europa geführt. Stammbaumdaten bestätigten das autosomal-dominante Vererbungsmuster für die dominanten blauen Augen (DBE).
Diese Eigenschaft wurde auch in verschiedene Rassen integriert, die traditionell gängige gelbe, kupferfarbene oder grüne Augenfarben hatten, wie z. B. Britisch Kurzhaar und Langhaar, Sibirisch, Perser, Sphynx und Maine Coon. Bemerkenswert ist, dass einige Katzen aus DBE-Linien, von denen angenommen wird, dass sie das ursächliche Allel tragen, keine blauen Augen aufweisen; diese Tiere werden von den Züchtern als latent bezeichnet (http://messybeast.com/blue-eye-breeds.htm, abgerufen am 8. Mai 2024).
Bei Maine Coon-Katzen haben die Züchter 4 primäre DBE-Linien identifiziert: die holländische Linie (Rociri Elvis-Gründer), die Topaz-Linie (Roxi- und Seymour-Gründer, eine Mischung aus 2 DBE-Linien, von denen eine die Altai-Linie ist), die Pillowtalk-Linie (gemeinsamer Vorfahren mit Rociri Elvis) und die Nahal-Linie, die von einer DBE-Hauskatze in Russland abstammt. Die niederländischen und Topas-Allele haben zur Etablierung mehrerer DBE-Zwinger in Europa und Nordamerika beigetragen (http://messybeast.com/DBE-maine-coon.htm, abgerufen am 8. Mai 2024). Die molekulargenetischen Grundlagen der katzenartigen DBE mit minimaler weißer Fleckenbildung blieben jedoch unbekannt. Daher zielte die vorliegende Studie darauf ab, eine neue Form der erblichen Hör-Pigmentstörung bei Maine Coon-Katzen zu charakterisieren und die zugrundeliegende genetische Ätiologie aufzuklären.
Befund
Klinische Untersuchungen und Phänotypbeschreibung
Ein Züchter von Maine Coon berichtete von mehreren Todesfällen in mehreren Würfen zwischen 2020 und 2023 und beobachtete Anzeichen von Taubheit bei juvenilen und erwachsenen Katzen mit blauen Augen. Bei der Pedigree-Analyse wurde eine gemeinsame Abstammungslinie für DBE identifiziert, die holländische Linie. Dies gab den Anstoß für den Beginn einer genetischen Untersuchung.
Von diesem Züchter erhielten wir Proben von 36 verwandten Tieren – entsprechend ihrer genealogischen Herkunft – überwiegend aus Deutschland. Acht Katzen hatten grüne Augen, während 20 blauäugig waren (Ergänzende Tabelle 1). Es gab 8 totgeborene Kätzchen aus 3 Würfen, die nach Angaben des Züchters gelbe Flecken, aufgeblähte Bäuche, Krämpfe, Dehydrierung und abnormale Schädel aufwiesen. Es gab keine Informationen über die Augen- und Fellfarbe der totgeborenen Kätzchen. Zusätzlich starben 2 juvenile Kätzchen einige Monate nach der Geburt.
Einer hatte eine Gaumenspalte und wurde eingeschläfert, während der andere starb, offenbar an einer Infektion. Darüber hinaus wurden 13 Katzen dieser deutschen Zucht einer allgemeinen klinischen Untersuchung unterzogen, die bei allen Katzen normal war. Die BAER-Tests wurden an 10 Tieren durchgeführt, 2 grünäugigen und 8 blauäugigen. Grünäugige Katzen wiesen in den BAER-Tests physiologische Wellenformen auf. Abnorme Wellenformen wurden bei allen blauäugigen Katzen gefunden, von denen 3 eine einseitige sensorineurale Taubheit aufwiesen, während 5 eine bilaterale sensorineurale Taubheit aufwiesen.
Wir weiteten unsere Untersuchung auf weitere DBE-Zwinger aus und erhielten 11 zusätzliche Proben von niederländischen Linienkatzen, darunter 10 blauäugige und 1 grünäugige Tiere. Darüber hinaus umfassten die Proben aus der Topas-Linie 9 verwandte Tiere und 1 nicht verwandte Katze – laut ihren Stammbaumaufzeichnungen – alle blauäugig. Keine dieser Katzen stand für die klinische Untersuchung zur Verfügung.
Wir fanden das mutierte DBE-RE-Allel bei allen DBE-Katzen der holländischen Linie (Rociri Elvis Gründerin), aber nicht bei DBE-Katzen der Topas-Linie. Dies deutet eindeutig auf die genetische Heterogenität der katzenartigen DBE hin und rechtfertigt weitere Studien, um zusätzliche kausale Varianten für andere Formen des DBE-Merkmals zu entschlüsseln. Es ist nicht klar, wie weit sich der PAX3-bedingte Gendefekt bereits innerhalb der anderen felinen DBE-Linien ausgebreitet hat. Da PAX3 für mehrere wichtige Schritte in der neuronalen Entwicklung benötigt wird und auf Daten von Mäusen basiert, wird die Homozygotie für dieses Allel höchstwahrscheinlich zu embryonaler oder fetaler Letalität führen. Daher wird die Verpaarung von 2 heterozygoten PAX3:c.937C>T-Katzen nicht
empfohlen, um die versehentliche Produktion eines homozygoten Embryos für dieses Allel zu vermeiden. Darüber hinaus wird auch die Verpaarung eines Transporttieres mit einem Wildtyp-Tier nicht empfohlen, um die Geburt von blauäugigen tauben Katzen zu verhindern.
Darüber hinaus ist die Zucht von Tieren mit defekten Organsystemen gemäß dem deutschen Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten, ein Kriterium, das die in dieser Studie beschriebene PAX3-assoziierte Taubheit erfüllt. In Anbetracht der Tatsache, dass die holländischen und Topas-Allele zur Etablierung mehrerer DBE-Zwinger über mehrere Rassen hinweg beigetragen haben, befürworten wir nachdrücklich die Einführung des PAX3-Variantentests für alle DBE-Katzen. Dies hilft den Züchtern bei der Auswahl geeigneter Verpaarungspartner und der Produktion gesunder Nachkommen.
Zusammenfassend beschreiben wir eine PAX3-bedingte Hör-Pigmentstörung bei Hauskatzen. WGS zeigte die heterozygote PAX3:c.937C>T-Variante als potentiellen und sehr plausiblen zugrundeliegenden Defekt. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um die genauen funktionellen Auswirkungen dieser Variante zu bewerten. Unsere Daten werden genetische Tests ermöglichen, um die unbeabsichtigte Vermehrung weiterer tauber Kätzchen
zu vermeiden und ein potenzielles spontanes Tiermodell für den menschlichen WS zu liefern.
Hier noch ein aufklärender Artikel:
https://generatio.de/ratgeber/lexikon/taubheit-bei-katzen-mit-dbe-dominanter-blauer-augenfarbe

